Einfamilienhaus Signalstrasse

In der südlichen Hälfte der Stadt Aarau liegen die weitläufigen Wohnquartiere der Gartenstadt Aarau, die weitgehend durch eine offene Bebauung mit freistehenden Einfamilienhäusern charakterisiert werden. Diese für Aarau kennzeichnenden so genannten Gartenstadtquartiere sind städtebaugeschichtlich von gesamtschweizerischer Bedeutung. Wesentlich für das Erscheinungsbild der Quartiere sind der umzäunte Garten und der orthogonale Bebauungsplan. Die Qualität dieser Bebauung liegt in ihrer grossen Ausdehnung und Homogenität.

Ein charakteristisches Einfamilienhaus von 1937 mit Satteldach. Die kammerartiger Grundrisstypologie wird mittels sechs grossformatigen kupferverkleideten Lukarnen transformiert. Die Bestandsfassade wird mit einer hinterlüfteten Holzfassade beplankt. Was entsteht ist eine neue identitätsstiftende, skulpturale Grossform die das Motiv der Verzahnung von Alt und Neu verfolgt.

Das auf der Grundstruktur basierende Erdgeschoss bleibt mit der ursprüngliche Qualität der klassischen Raumfolgen erhalten. Die ehemals drei Räume sind zu einer Enfilade zusammengefügt und werden als Wohnraum und Bibliothek genutzt. Unterzüge bilden die Referenz zur ursprünglichen Kammerstruktur. Das Ausdrucksmittel der Raumflucht und der symmetrisch angelegten Raumtüren tritt mit einem asymetrischen Fenster des Bestandes in Dialog. Eine neue Leseart der bestehenden Anlage wird herbeigeführt. Im Obergeschoss wird der bestehende Dachstuhl mit sechs Lukarnen für die fünfköpfige Famile erweitert. Es entstehen neue räumliche Qualitäten mit vier skulpturalen Schafräumen und zwei Bädern.

Pläne

Auftragsart: DirektauftragPlanung und Ausführung: 2013–2014Bauherrschaft: PrivatBauingenieur: Healy & Partner Engineering AG, Aarau