Forêt en plus
Die Gestaltung unseres Lebensraums ist nicht nur eine planerische Angelegenheit, sondern vielmehr ein gesellschaftlicher Aushandlungsprozess, in dem die unterschiedlichsten Interessen zu gewichten sind. Deshalb tritt die Gruppe Bibergeil regelmässig mit Veranstaltungen und Publikationen in die Öffentlichkeit. Im Bibergeil Anzeiger N°1, Les Argovies, Identität des dazwischen (11/2015), wurden die Thesen des selektiven Wachstums, des Hero-Prinzips sowie der Städtekette entlang der Aare einem breiten Publikum vorgestellt. Im Bibergeil-Anzeiger N°2, Diskurs: Vier Tischgespräche (09/2017), finden sich die Gespräche über diese Thesen, welche die Gruppe Bibergeil mit Exponenten aus Kultur, Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft und Raumentwicklung geführt hat. Im Bibergeil Anzeiger N°3, «Forêt en plus» (08/2020), wird der Zukunftsplan Wald vorgestellt: Wir brauchen einen Viertel mehr Wald im Aargau. Denn neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Waldflächenvergrösserung eines der wirksamsten Instrumente zur Reduktion der Klimaerwärmung darstellt. Der von der Gruppe Bibergeil erarbeitete «Zukunftsplan Wald» stellt eine mögliche räumliche Zuordnung von 25% zusätzlichem Wald für den Aargau dar. Dieser fügt sich mit den bestehenden Wäldern, den Landwirtschafts- und Siedlungsflächen zu einem neuen, landschaftsräumlichen Ganzen. Als «Forêt en plus» schafft dieser Mehrwald über seine Funktion als klimarelevanter Kohlenstoffspeicher hinaus bedeutende Mehrwerte für Natur und Gesellschaft.